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ProzessautomatisierungDigitale Prozesse erfolgreich analysieren und verbessern
Bevor ein Prozess automatisiert wird, muss er verstanden werden. Wer diesen Schritt überspringt, automatisiert im schlimmsten Fall ineffiziente Abläufe nur schneller.
Inhalt
Kurz beantwortet
Eine Prozessanalyse erfasst, wie ein Ablauf heute tatsächlich funktioniert – inklusive Umwegen, Medienbrüchen und manuellen Zwischenschritten. Erst danach lässt sich beurteilen, welche Schritte sich automatisieren lassen und wo sich Automatisierung wirtschaftlich lohnt.
01
Warum Prozessanalyse vor der Automatisierung steht
Viele Digitalisierungsprojekte scheitern nicht an der Technik, sondern daran, dass der zugrunde liegende Prozess nie richtig verstanden wurde.
- Der dokumentierte Soll-Prozess weicht vom tatsächlichen Ablauf ab.
- Ausnahmefälle und Sonderregeln bleiben unberücksichtigt.
- Verantwortlichkeiten sind nicht eindeutig zugeordnet.
- Schnittstellen zwischen Abteilungen werden übersehen.
02
Was eine gute Prozessanalyse sichtbar macht
Eine strukturierte Analyse zeigt nicht nur, was schiefläuft, sondern auch, wo genau im Ablauf sich Zeit und Aufwand konzentrieren.
Tatsächlicher Ablauf statt Wunschvorstellung
Der Prozess wird so erfasst, wie er im Alltag wirklich abläuft – inklusive Workarounds.
Verantwortlichkeiten je Schritt
Klar wird, wer welchen Arbeitsschritt ausführt und wo Zuständigkeiten fehlen.
Zeitaufwand je Schritt
Sichtbar wird, welche Schritte besonders viel Zeit oder Abstimmung benötigen.
Medienbrüche und Übergaben
Stellen, an denen Daten manuell zwischen Systemen übertragen werden, werden erkennbar.
03
Typische Anzeichen für ineffiziente Prozesse
Manche Warnsignale wiederholen sich in fast jedem Unternehmen – unabhängig von Branche oder Prozess.
Excel als inoffizielles Hauptsystem
Wichtige Informationen leben in Tabellen statt im eigentlichen Fachsystem.
Häufige Rückfragen
Mitarbeitende fragen wiederholt nach demselben Status oder denselben Informationen.
Lange Liegezeiten
Vorgänge liegen zwischen zwei Bearbeitungsschritten unnötig lange.
Fehlende Nachvollziehbarkeit
Im Nachhinein lässt sich nicht mehr klären, wer wann welche Entscheidung getroffen hat.
Doppelte Dateneingabe
Dieselbe Information wird in mehreren Systemen unabhängig voneinander erfasst.
Praxis-Tipp
Nicht jeder Prozess sollte automatisiert werden.
Manche Abläufe lassen sich zunächst einfach vereinfachen oder zusammenlegen. Automatisierung entfaltet ihren Nutzen erst, wenn der Prozess selbst schon sinnvoll strukturiert ist.
04
So gehen wir bei der Prozessanalyse vor
Das Vorgehen folgt immer denselben Schritten – unabhängig davon, wie groß oder komplex ein Prozess ist.
Ist-Prozess aufnehmen
Der Ablauf wird gemeinsam mit den Beteiligten Schritt für Schritt dokumentiert.
Engpässe identifizieren
Zeitaufwand, Fehlerquellen und Medienbrüche werden markiert.
Potenziale priorisieren
Es wird bewertet, welche Verbesserungen den größten wirtschaftlichen Effekt haben.
Lösung konzipieren
Für priorisierte Schritte wird eine passende technische Lösung entwickelt.
Ergebnis messen
Nach der Einführung wird geprüft, ob sich die erwarteten Effekte auch einstellen.
05
Fazit
Nachhaltige Prozessverbesserung beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme – nicht mit vorschneller Automatisierung. Wer den Ist-Zustand genau kennt, automatisiert gezielt dort, wo es sich wirklich lohnt.
Wissen Sie, wo Ihre Prozesse wirklich Zeit kosten?
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Prozesse analysieren lassenCodePartner Redaktion
Das Team von CodePartner entwickelt individuelle Software, Webanwendungen, Apps und KI-Lösungen für Unternehmen. Im Wissensbereich teilen wir Erfahrungen aus der Konzeption, Entwicklung und langfristigen Weiterentwicklung digitaler Lösungen.